Mit Jaydess® von Jenapharm kam zum 1. März eine weitere Hormonspirale auf den Markt. Es ist wie die wirkstoffgleiche Mirena® zur Empfängnisverhütung zugelassen. Jaydess unterscheidet sich in einigen Punkten von der Mirena-Spirale.

Während die Liegedauer bei Mirena maximal fünf Jahre beträgt, bietet Jaydess lediglich einen Empfängnisschutz von bis zu drei Jahren Dauer. Allerdings ist die neue Spirale auch deutlich niedriger dosiert als Mirena, sodass sich die Hormonbelastung  gegenüber  der Mirena um bis zu 50 Prozent reduziert.
Vor allem für jüngere Frauen mit schmaler Gebärmutter und für Frauen, die noch kein Kind geboren haben, dürfte Jaydess aufgrund seiner geringeren Größe Vorteile bieten: Das Einführen des Intrauterinpessars soll weniger schmerzhaft sein als bei Mirena. Allerdings liegen für Frauen ohne vorausgegangene Geburten noch vergleichsweise wenige Erfahrungen vor, sodass Jaydess bei ihnen nicht als erste Wahl angesehen wird.

Die verhütende Wirkung von Jaydess ist gut. Es wurden 0,9 von 100 Frauen, die Jaydess anwendeten, innerhalb von drei Jahren schwanger. Kommt es trotz Hormonspirale zu einer Empfängnis, so ist mit einem erhöhten Risiko einer außerhalb der Gebärmutter sitzenden Schwangerschaft zu rechnen. Das Gesamtrisiko  unter Jaydess ist mit einer Häufigkeit von circa 0,11 pro 100 Frauenjahre also sehr selten. In den ersten Anwendungsmonaten sind unregelmäßige Blutungen und Schmierblutungen häufig zu erwarten. Danach führt der reduzierte Aufbau der Gebärmutterschleimhaut zu kürzeren und schwächeren Menstruationsblutungen.
Nicht selten kommt es zu einem vergrößerten Abstand zwischen den einzelnen Monatsblutungen oder zu einem kompletten Ausbleiben.