Was beinhaltet diese Untersuchung?

Im Zeitraum zwischen Schwangerschaftswoche 11 bis 14 wird eine nach festen Regeln strukturierte Ultraschalluntersuchung durchgeführt, im Rahmen dieser Untersuchung erfolgt die sorgfältige Messung der Nackentransparenz. Eine geringe Nackentransparenz findet sich bei jedem Kind, mit zunehmender Nackentransparenz steigt jedoch statistisch das Risiko für eine Chromosomenstörung oder andere Fehlbildung.
Zusätzlich wird im Blut der Mutter der Spiegel zweier Schwangerschaftshormone (freies ß-HCG und PAPP-A) bestimmt. Das individuelle Ergebnis wird auf die Durchschnittswerte unauffällig verlaufener Schwangerschaften bezogen und zusammen mit der Nackentransparenz und anderen Ultraschalldaten ausgewertet. Der Vorteil dieses Verfahrens besteht darin, dass ohne Risiko für Mutter und Kind unabhängig vom Alter der Schwangeren mit hoher Wahrscheinlichkeit (bis zu 90%) die Patientinnen erkannt werden können, bei denen eine weitere, eingreifendere Diagnostik zu empfehlen ist.

Was bedeutet das Testergebnis?

Das Testergebnis wird als Risikoangabe mitgeteilt, z.B. 1:500. Dieses Ergebnis bedeutet, dass bei 500 schwangeren Frauen mit diesem Risiko ein Kind mit einer Fehlbildung zu erwarten ist. Je höher der Zahlenwert im Nenner, desto sicherer erwarten Sie ein gesundes Kind. Ab einem bestimmten Grenzrisiko ist es sinnvoll, weitere Maßnahmen zur Abklärung zu ergreifen - wir besprechen dann das weitere Vorgehen mit Ihnen.

Wer führt diese Untersuchung durch?

Im Prinzip kann jede/r Frauenärztin/arzt mit entsprechender Ultraschallerfahrung diese Untersuchung durchführen. Unsere Praxis besitzt ein jährlich zu erneuerndes Zertifikat der Fetal Medicine Foundation (FMF). In der FMF Deutschland haben sich für diese Untersuchung ausgebildete Frauenärzte, Humangenetiker und Laborärzte zu einem freiwilligen Qualitätsverbund zusammengeschlossen, der zur kontinuierlichen Überprüfung und Bewertung dieser Methode verpflichtet.

  • screeningAuffällige Nackentransparenz